Schiffe in Arbeit: Restaurieren und Bewahren
Häufig fristen Schiffe nach ihrem viele Jahrzehnte dauernden Einsatz ein armseliges Dasein oder sind ein Fall für die Abwrackwerft. Deshalb befinden sich die meisten historisch wertvollen Schiffe, welche die Stiftung Hamburg Maritim erwirbt, bei ihrer Übernahme in einem schlechten Zustand. Bevor sie öffentlich gezeigt oder mit Gästen gefahren werden können, müssen die Schiffe von Grund auf restauriert werden. Dazu bedarf es finanzieller Mittel, Zeit und eines besonderen Sachverstands.
In dem Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger » Jugend in Arbeit e. V. Hamburg hat die Stiftung seit ihrer Gründung einen hervorragenden Partner. Deren vereinseigener Werftbetrieb mit Standort im Harburger Binnenhafen gilt für diesen Bereich als einer der erfahrensten und kompetentesten in ganz Deutschland. Im Rahmen von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen arbeiten hier Profis mit Langzeitarbeitslosen und Auszubildenden. Die Bootsbaulehrlinge von Jugend in Arbeit e. V. wurden bereits mehrfach als Landessieger und Bundessieger beim Leistungswettbewerb der Handwerksjugend ausgezeichnet. Zu den stiftungseigenen Schiffen, die bislang auf diesem Weg restauriert wurden, gehören der ehemalige Staatsdampfer SCHAARHÖRN, der Hochseekutter LANDRATH KÜSTER und der Lotsenschoner No. 5 ELBE.
Derzeit befinden sich fünf Schiffe der Stiftung zur Grundrestaurierung auf der Werft:
- der Elbfischkutter » GRETA
- die Barkasse » PORTO ALEGRE
- der » TAUCHER FLINT III
- der Eimerkettenbagger » ALSTER
- die Kreuzeryacht » ARTEMIS musste im Jahr 2009 wegen eines massiven Pilzbefalls
ebenfalls zurück auf die Werft
Auch der Stückgutfrachter » MS BLEICHEN ist noch nicht fahrbereit. Das Schiff wird an seinem Liegeplatz im Hansahafen von Jugend in Arbeit e. V. und Ehrenamtlichen gemeinsam restauriert. Es ist während der Restaurierungszeit bereits zu besichtigen und auch Veranstaltungen sind an Bord möglich.
