Die Stiftung Hamburg Maritim wurde 2001 von der HSH Nordbank auf Initiative der Handelskammer Hamburg gegründet. Zweck der Stiftung ist es, „für die Freie und Hansestadt Hamburg maritime Objekte, die die Geschichte ihres Hafens und der Schifffahrt repräsentieren, zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“.
Um dieses Ziel zu erreichen, mobilisiert die Stiftung ehrenamtliches Engagement und privates Kapital und kooperiert mit ähnlich ausgerichteten Initiativen. Kuratorium und Beirat der Stiftung sorgen für Unterstützung aus Wirtschaft und Politik.
Die gemeinnützige Stiftung Hamburg Maritim ist eigenständig und finanziell unabhängig, gleichwohl jedoch auf ideelle Unterstützung und finanzielle Förderung bei der Realisierung von Projekten angewiesen.
Informationsvideo Aktivitäten
Die Aktivitäten der Stiftung umfassen drei Handlungsfelder:
1. Historische Schiffe
Seit ihrer Gründung ist es der Stiftung gelungen, eine Reihe von wertvollen historischen Schiffen zu übernehmen:
Diese Schiffe sind teilweise schon seit Jahren erfolgreich in Fahrt. Die 12-Meter-Rennyacht HETI ist nach umfassender Restaurierung durch den Beschäftigungsträger "Jugend in Arbeit Hamburg e.V." seit 2005 wieder in Fahrt, ebenso wie der Elbfischer-Ewer CATARINA und das Inspektionsboot SÜDERELBE. Die Kreuzeryacht ARTEMIS wurde im Mai 2008 wieder in Dienst gestellt. Alle Projekte werden von eigenständigen Betriebsvereinen betreut.
Der Bergungsdampfer TAUCHER FLINT III, der Eimerkettenbagger ALSTER und der Elbfischkutter GRETA stehen auf der Harburger Werft noch zur Restaurierung an.
Gleichfalls restauriert werden muss der Stückgutfrachter BLEICHEN, der noch bis zum Jahresende 2006 als OLD LADY in der Türkei in Fahrt war. Die 1958 erbaute BLEICHEN wird Bestandteil des geplanten Hafenmuseums sein und ihren Liegeplatz an den 50er Schuppen haben. Nach umfassender Restaurierung wird der historische Stückgutfrachter wieder auf Nord- und Ostsee in Fahrt gehen.
Das Engagement der Stiftung gilt der Einrichtung eines zentralen und prominenten Liegeplatzes für Hamburgs historische Schiffe, die heute noch über das ganze Stadtgebiet verstreut liegen. Gemeinsam mit der für die HafenCity-Entwicklung verantwortlichen » Hafencity Hamburg GmbH (HCH) strebt die Stiftung an, einen Traditionsschiffshafen im Sandtorhafen einzurichten und zu betreiben.
Die geplante Pontonanlage wird über 3 historische Zugangsbrücken erschlossen. Nach dem Vorbild der Landungsbrücken werden auf den Pontons kleine Pavillons mit Cafés, Kiosken etc. eingerichtet. Am Kaiserkai werden historische Hafenkräne aufgestellt, hier können auch größere Schiffe festmachen. Die Inbetriebnahme des Traditionsschiffhafens wird für den 20./21. September 2008 geplant.
Hamburgs letzte Kaischuppen aus der Kaiserzeit konnten 2002 durch Übernahme in Stiftungsbesitz vor dem Abbruch gerettet und unter Denkmalschutz gestellt werden. Die von 1908 bis 1912 auf dem Kleinen Grasbrook gebaute Umschlagsanlage war die größte und modernste ihrer Zeit. Bis in die 80er Jahre hinein sind hier die Ladungen ungezählter Seeschiffe aus aller Welt umgeschlagen worden; hunderte von Hafenarbeitern fanden in den Schuppen ihr Auskommen.
Seit der Übernahme durch die Stiftung finden an den Gebäuden umfangreiche Restaurierungsarbeiten unter Einbindung von Beschäftigungsförderungs-Maßnahmen statt.
Die nördliche Hälfte des Areals soll im Lauf der nächsten Jahre zu einem Hafen-Erlebnismuseum entwickelt werden. Kooperationspartner hierbei ist das » Museum der Arbeit mit seinen reichhaltigen hafengeschichtlichen Sammlungsgütern. In Verbindung mit dem lebendigen Betrieb historischer Schiffe, Eisenbahnen, Kräne und Lastwagen bietet dieses Museumsprojekt ein großes Potenzial für die touristische Attraktivität Hamburgs.
Neben diesen drei Handlungsfeldern war die Stiftung Hamburg Maritim maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Pläne für das Auswanderungsmuseum » BallinStadt in Hamburg. Auf Basis der mit zahlreichen kompetenten Partnern entwickelten inhaltlichen und baulichen Konzeption konnten bedeutende Hamburger Unternehmen für eine Unterstützung geworben werden. Die Stiftung unterstützt dieses für die Stadt Hamburg bedeutende Projekt auch weiterhin bei der Suche nach Sponsoren.
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