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Gelassen tuckerte der Schlepper FAIRPLAY VIII in den Sandtorhafen ein, wendete und legte am Ponton 4 an. Am Steuer Burkhard Lüke, langjähriger Kapitän der FAIRPLAY Towage. Lange war er nicht mehr auf diesem Schiff gefahren, jetzt hatte er sichtlich Spaß daran.
Im Hafen warteten bereits die ehrenamtlichen Hafenmeister um das neueste Mitglied in der Flotte der Stiftung willkommen zu heißen. Reinhard Wolf begrüßte Jörg Mainzer, Geschäftsführer von FAIRPLAY-Towage, zahlreiche ehemalige und aktive Schlepperfahrer der FAIRPLAY-Reederei sowie Mitglieder des Freundeskreises Maritimes Erbe Hamburg und andere Schiffsbegeisterte.
 Jörg Mainzer skizzierte in seiner Rede die Geschichte des Schleppers: 1962 auf der Theodor-Buschmann-Werft in Wilhelmsburg gebaut, mussten der Schlepper und sein damaliger Kapitän Gerd Stemmer, der ebenfalls anwesend war, gleich zu Beginn hohen Einsatz zeigen: In der Sturmflut von 1962 galt es, losgerissene Frachter zu sichern. Viele Jahre diente die FAIRPLAY VIII fortan im Hamburger Hafen in der Hafenschleppassistenz und bei Küstenverschleppungen. In den 60er und 70er Jahren gehörte das zweite Schiff aus einer Serie von sechs Schleppern zu dem Besten, was in der Hafenschleppschifffahrt zu haben war.
Aber mit der rasanten Verbreitung von Azimuth-Antrieben ab Mitte der 70er Jahre begann der Stern dieser Einschrauben-Kortdüsenschlepper zu verblassen.

2002 wurde das Schiff nach Wismar verlegt, wo es bis Mitte Mai 2009 immer noch im täglichen, aber etwas gemächlicheren Einsatz war. Nun erweitert die FAIRPLAY VIII die Flotte der Stiftung Hamburg Maritim und soll als neustes und jüngstes Mitglied für Besichtigungen und Ausflugsfahrten zur Verfügung stehen. |